Vielen mag der Fahrradreifen als ein essenzielles aber recht einfaches Ausrüstungsteil erscheinen. Sie sind rund, aus Gummi gefertigt und müssen auf der Straße oder auf dem Trail griffig sein, richtig? Das stimmt wohl. Allerdings gibt es hinsichtlich des Reifendesigns noch einiges mehr zu wissen. Hier erfährst du alles, was du über Fahrradreifen wissen musst, darunter solche Dinge wie Pannenschutz, Karkasse, Wulst und TPI. Ganz gleich, ob du auf der Straße, dem Trail oder dem Fahrradweg unterwegs bist, dieses Wissen wird dir dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen, wenn der Zeitpunkt für einen Satz neuer Reifen gekommen ist.

Bike tire anatomy

1 Reifenkarkasse

Die Reifenkarkasse ist der Unterbau, auf dem die Lauffläche liegt. Die Karkasse ist aus vielen eng verwobenen Fäden gefertigt. Standardmäßig wird die Qualität einer Karkasse in TPI (Threads per Inch oder Fäden pro Zoll) gemessen. Diese Zahl gibt an, wie viele Fäden in einem Zoll Karkasse enthalten sind.

2 Reifenwulstkern

Die Reifenkante, die in der Felge sitzt, wird Reifenwulst genannt. Es gibt zwei grundlegende Wulstkerntypen, den Drahtwulstkern und den faltbaren Wulstkern. Drahtwulstkerne sind schwerer und in der Regel an günstigeren Reifen zu finden. Faltbare Wulstkerne, die oftmals aus Aramidfasern gefertigt sind, zeichnen sich durch ihr leichtes Gewicht aus und sind häufig an Performance-Reifen zu finden. Aramid ist ein extrem festes und langlebiges synthetisches Polymer.

3 Pannenschutz

Einige Performance-Reifen, und dabei vor allem Rennrad- und Hybridreifen, verfügen über einen integrierten Pannenschutz. Zweck dieser Lagen ist es, die Lebensdauer des Reifens zu erhöhen.

4 Reifenlauffläche

Die Lauffläche ist der Teil des Reifens, der Kontakt mit dem Boden hat. Es gibt Laufflächen, die für ein Maximum an Effizienz, Lebensdauer, Geschwindigkeit und Traktion für eine bestimmte Laufrichtung konzipiert sind. Handelt es sich um solch einen Reifen, zeigt ein Pfeil auf der Seitenwand an, in welche Richtung der Reifen rollen muss.

Tire technologies explained

Was bedeutet die TPI-Zahl eines Reifens?

Standardmäßig wird die Qualität einer Karkasse in TPI (Threads per Inch oder Fäden pro Zoll) gemessen. Diese Zahl gibt an, wie viele Fäden in einem Zoll Karkasse enthalten sind. Je höher der TPI-Wert, desto höher die Anzahl der Fäden pro Zoll. Mehr Fäden machen den Reifen leichter und biegsamer und sorgen auf Straße und Trail für ein besseres Fahrverhalten und eine bessere Performance. Ein Reifen mit 120 TPI etwa passt sich besser dem Untergrund an, reagiert schneller und sorgt für mehr Komfort als ein Reifen mit 60 TPI.

Welchen Einfluss hat die Gummimischung eines Reifens?

Dort, wo die Reifenlauffläche mit dem Untergrund in Kontakt kommt, verfügen Fahrradreifen über eine spezielle Materialzusammensetzung. Je nachdem, wo der Reifen gefahren werden soll und an welcher Stelle des Reifens das Material eingesetzt wird, unterscheidet sich diese Gummimischung. Die Gummimischung in der Mitte der Lauffläche etwa ist für eine lange Lebensdauer optimiert, während die weichere Mischung an den Reifenflanken die Traktion erhöht, indem sie dem Reifen ermöglicht, sich besser an den Untergrund anzupassen.

Was ist die Shore-Härte?

Die Shore-Härte gibt an, wie weich oder hart ein Gummimaterial ist. Je niedriger die Zahl, desto weicher das Material. Reifen mit einem niedrigeren Härtegrad sind griffiger. In der Regel rollen sie aber langsamer und verschleißen schneller. Härtere Reifen hingegen sind weniger elastisch und halten für gewöhnlich länger. Allerdings sind sie weniger griffig. Es gibt auch Reifen mit zwei Gummimischungen, wobei die weichere Mischung an den Reifenwänden in Kurven für mehr Traktion sorgt, während die härtere Mischung in der Mitte des Reifens die Lebensdauer der Lauffläche verlängert und eine schnellere Abrollgeschwindigkeit ermöglicht.

Was sind Reifenlamellen?

Bei Fahrten auf nassem Untergrund hilft ein lamellierter Reifen, die Traktion zu verbessern. Die Lamellen leiten das Wasser durch die Lauffläche des Reifens und führen es vom Reifen weg. Dadurch wird sichergestellt, dass die Lauffläche nicht den Kontakt zum Asphalt verliert und an Grip und Traktion einbüßt.

Der Unterschied zwischen Fahrradreifen und Fahrradschlauch

Ein Fahrradreifen ist das, was auf dem Laufrad sitzt und von außen zu sehen ist. Ein Fahrradschlauch hingegen sitzt im Reifen und bildet eine Art Luftkissen. Bei einer Reifenpanne solltest du auch immer den Reifen auf größere Schnittbeschädigungen prüfen, die einen Wechsel des Reifens erforderlich machen. In den meisten Fällen aber muss nur der Schlauch gewechselt werden. Außerdem sollte man die Ursache des Durchstichs bzw. der Reifenpanne (Nagel, Glasscherbe usw.) suchen und beseitigen, bevor ein neuer Schlauch eingelegt wird. Tust du das nicht, lässt ein neuer Platten garantiert nicht lange auf sich warten.

Wie wär‘s mit Tubeless?

Wie der Name schon sagt, sind Tubeless-Reifen für den Einsatz ohne Schlauch (engl.: tube) ausgelegt. Ein Tubeless-Reifen in Verbindung mit Tubeless-Ready-Laufrädern, Dichtmilch, Tubeless-Ventilen und einem Tubeless-Felgenband ermöglicht es, auf den Schlauch zu verzichten. Tubeless-Reifen haben zahlreiche Vorteile – deutlich weniger Reifenpannen und die Möglichkeit, mit weniger Reifendruck für bessere Traktion zu fahren, sind nur zwei davon. Außerdem sind sie leicht zu montieren. Wenn du in Betracht ziehst, schlauchlos zu fahren, achte darauf, Tubeless-Ready- (TLR) Reifen und -Laufräder zu kaufen.

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