Eric Larsen und das erste Trek Farley, das den Südpol erreichte | Trek Bikes (DE)
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Eine recht monotone Fahrt

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Die Geschichte vom ersten Trek, das den Südpol erreichte

Jedes Unternehmen hat ihre eigenen Legenden. Sie werden von der Führungsebene an die Mitarbeiter weitergegeben, bis sie tief in den Köpfen und der Unternehmenskultur verankert sind. Eine von Treks Lieblingsgeschichten ist die vom legendären Entdecker Roald Amundsen, dem ersten Menschen am Südpol. Viele sind der Überzeugung, dass Amundsens Erfolg vor allem seiner minutiösen Planung zuzuschreiben ist. So absolvierte er vor seinem wohl größten Abenteuer auf einer Fahrradtour von Norwegen nach Spanien mehr als 3.200 km, studierte Fortbewegungsmittel, Kleidung und Kultur der Inuit-Stämme und wurde zu einem hervorragenden Skilangläufer. Amundsens Voraussicht – er nahm vier Thermometer mit und legte auf beiden Seiten seiner Strecke Versorgungslager an, falls er vom Kurs abkommen sollte – war der Schlüssel zum Erfolg seiner Expedition, während sein weniger gut vorbereiteter Konkurrent Robert Scott bei seinem in etwa zur selben Zeit stattfindenden Versuch auf dem Rückweg vom Südpol ums Leben kam.

Das Rennen zum Südpol ist eine Geschichte, die man bei Trek des Öfteren hört, und als der Polarabenteurer Eric Larsen im November 2015 bei Trek vorbeischaute und von seinem ehrgeizigen Ziel berichtete, den Südpol mit dem Fahrrad zu erreichen, waren wir Feuer und Flamme, auch wenn sein ehrgeiziger Plan bei uns wintergeplagten Wisconsians für einen kurzen Moment ungläubiges Staunen verursachte. Die Frage, welches Bike sich für sein Unterfangen am besten eignete, war dann aber schnell und einstimmig beantwortet: das Farley. Daneben gab es aber auch eine Reihe weitaus kniffligere Fragen zu beantworten

Würde das Reifendichtmittel Temperaturen von unter -35° Celsius langfristig aushalten? Wie würden die Bremsen mit solchen extremen Bedingungen zurechtkommen? Während die Kappe des Nordpols im Grunde eine immer schneller schmelzende Eisscholle ist, ist Antarktika ein Kontinent mit hügeligem Terrain und hohen Bergen. Der Kontinent scheint also nur auf den ersten Blick von einer endlosen Ebene geprägt zu sein. Mit Amundsens Geschichte im Hinterkopf rüsteten wir Erics Bike mit allem aus, was er unserer Meinung nach brauchen würde. Der Rest hing von ihm ab. Im Folgenden schildert Eric selbst vom Verlauf seiner Reise.

Tag 1: Los geht’s

4. Januar 2016, 21:43 Uhr CST

Unser Ziel? Mit dem Fahrrad zum Südpol! Ich arbeite als Guide für Antarctic Logistics & Expeditions (ALE). Mein Kunde Yoshi und ich sind super aufgeregt. Es ist eine recht geschäftige Woche gewesen hier im Union Glacier Camp. Wir haben unsere Ausrüstung getestet und verpackt und haben einige Trainingsausfahrten unternommen. Jeder hier im Camp ist neidisch auf mein Trek Farley.

Die Flugzeit vom Union Glacier Camp zu unserem jetzigen Standort beträgt knapp fünf Stunden, einschließlich eines Tankstopps in Thiels Corner. Zum letzten Mal war ich 2008 hier, als ich eine vierköpfige Gruppe auf derselben Route, die Reinhold Messner etabliert hatte, zum Südpol führte. Ich kann mich noch lebhaft an diesen Tag erinnern. Eine unserer Rationen, die wir dort aufnahmen, enthielt einige besondere Leckerbissen – Cookies und Chips, wenn ich mich nicht irre. Zu jenem Zeitpunkt hatten wir etwa die Hälfte unserer 43-tägigen Expedition hinter uns, und der lange und kräftezehrende Aufstieg auf das Polarplateau stand uns noch bevor.

Das Plateau befindet sich auf einer Höhe von ungefähr 2.500 m, fühlt sich aufgrund der dünneren Luft, die an Nord- und Südpol herrscht, aber eher wie 3.500 m an. Viele Leute, die vom Union Glacier Camp mit ungefähr 700 m über dem Meeresspiegel starten, begehen den Fehler, gleich am Anfang alles zu geben. Das kann zur Höhenkrankheit führen, und in diesem Jahr hat es schon eine Reihe von Evakuierungsflügen gegeben. Unser Plan ist es, heute Nacht und morgen früh zu relaxen, um dann ungefähr sechs Stunden auf dem Trail zu verbringen.

Es ist wirklich großartig, hier zu sein. Wir sind komplett von Schnee umgeben, der in allen Richtungen bis zum Horizont reicht. Und es ist kalt. -35° Celsius. Dazu kommt der Wind, der mit 10 Knoten scharf wie ein Messer über jedes Stück ungeschützte Haut bläst. Aber dieser Ort ist mein Zuhause, und wer es in der Antarktis schaffen will, muss sie nicht besiegen, sondern sich mit ihr arrangieren.

Tag 2: Das ist Antarktika

6. Januar 2016, 07:13 Uhr CST
89.1169S, 80.0395W
Sonnig und leichter Wind bei -33° C

Eines der kleinen Geheimnisse der Antarktis ist die Tatsache, dass Camping hier unten eigentlich recht komfortabel ist. Ist das Zelt erst einmal aufgestellt, liegen die Temperaturen im Inneren für gewöhnlich über dem Gefrierpunkt. Da es hier sehr trocken ist, schmilzt der Frost schnell von meinem Halstuch und Gesichtsschutz (den ich an meine Zeal-Brille genäht habe).

Trotzdem ist das Leben hier kein Picknick, und die ungeheure Weite dieses Ortes ist, milde ausgedrückt, einschüchternd. Außerdem ist es hier sehr, sehr kalt, was jeder Tätigkeit eine gewisse Unerbittlichkeit verleiht. Sich etwas zu trinken zu holen oder seine Bekleidungsschichten anzupassen, wird in dieser lebensfeindlichen Umgebung fast schon zu einem Kampf ums Überleben. Im Ernst. Verliert man einen Handschuh, kann man seinen Fingern Lebewohl sagen.

Aber trotz alledem schätze ich mich glücklich, hier zu sein. Ich liebe die Kargheit und den Schnee. Was das Fahrradfahren angeht, ist es bisher weniger angenehm gewesen, und wir haben stark zu kämpfen gehabt. Die Hälfte der Zeit mussten wir die Fahrräder schieben, dazu sind wir regelmäßig im weichen Schnee versackt. Durch die extreme Trockenheit verhält sich der Schnee unter unseren Schlitten wie Sandpapier. Es fühlt sich an, als ob wir einen Anker hinter uns herschleppen würden, was die ganze Sache natürlich ungemein erschwert.

Es passiert schnell, dass man sich hier überfordert fühlt, wenn man sich all diesen Widrigkeiten gegenübersieht. Am Ende des Tages musste ich Yoshi davon überzeugen, nicht das Handtuch zu werfen. Er war erschöpft, unsicher und bereit aufzugeben. Er hat sich von seinen Emotionen leiten lassen.

„Triff niemals eine Entscheidung am Ende des Tages“, erklärte ich ihm. „Du wirst überrascht sein, wie sehr eine warme Mahlzeit und ein ruhiger Schlaf deine Sichtweise ändern können.“

Und jetzt liege ich hier – eingekuschelt in meinen Therm-a-Rest-Schlafsack, meine Augen gegen die nie untergehende Sonne abgedeckt – und hoffe, dass der Morgen eine neue Sichtweite zutage bringt … und ein weiteres warmes Zelt am Ende des Tages!

Zurückgelegte Strecke: 14 Kilometer

Tag 3: Die liebe Zeit

7. Januar 2016, 07:14 Uhr CST
89.1169S, 80.0395W
Sonnig und leichter Wind bei -34° C

Vor jeder Expedition plagt mich ein stets wiederkehrender Albtraum, der sich um etwas sehr Grundlegendes dreht: Zeit. Während es eine Reihe von Gefahren gibt, die auf jedem Abenteuer auf uns lauern, können die Auswirkung der langen Zeitspanne und der beinahe unendlichen Weite auf die Psyche erheblich sein.

Insbesondere die erste Hälfte einer fast zweimonatigen Expedition ist besonders brutal. Und wenn man sich dann tagein tagaus auf nur eine einzige Aktivität (Skifahren, Klettern usw.) konzentrieren muss, und das nicht nur ein paar Tage, sondern Wochen und Monate, kann das einem echt zusetzen. Besonders wenn man es mit der Geschwindigkeit vergleicht, mit der der Rest der Welt lebt. Hier gibt es nichts, das einen ablenkt oder anderweitig unterhält. Es dauert nicht lange, bis man mit sich selbst konfrontiert wird, und für einige kann das sehr beängstigend sein. Ich habe schon immer gesagt, dass man alles andere aus seinem Leben verbannen muss, um herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist.

In der Antarktis ist die Zeit nur selten dein Freund. Uns steht eine bestimmte Anzahl an Tagen zur Verfügung, um eine bestimmte Distanz zurückzulegen. Für unsere Last Degree-Fahrradexpedition haben wir Nahrung für acht Tage und 109 km dabei.

Mit dem Fahrrad voranzukommen ist hier extrem schwierig. Eigentlich schwanken wir ständig zwischen Erschöpfung und Ernüchterung. Nach zwei Tagen kann ich sagen, dass ich mich mit der Zeit arrangiert habe. Es ist nicht das erste Mal, dass ich diese Erfahrung gemacht habe, und wird ganz sicher nicht das letzte Mal sein.

Tag 4: Bergfest

8. Januar 2016, 07:13 Uhr CST
89.4898S, 78.3267W
Sonnig und mit -29° C etwas wärmer

In der Antarktis brauche ich nach dem Aufstehen ungefähr zwei Stunden, bis wir alles gepackt haben und uns auf den Weg nach Süden machen können. Diese zwei Stunden verbringe ich in der Regel damit, Schnee auf meinem MSR-Kocher zu schmelzen, mich anziehen, Frühstück zu essen, mit der Morgentoilette und Suppe vorbereiten. Erholung sieht auf jeden Fall anders aus. Nachdem wir aufbrechen, brauche ich meistens eine Stunde oder so, bis meine steifen und verspannten Muskeln warm sind.

Heute haben wir wieder Glück mit dem Wetter – es ist klar und windstill. Darüber hinaus sind kürzlich einige ALE-Guides dieselbe Strecke vom Südpol kommend mit ihren Schneemobilen abgefahren, sodass der Schnee etwas verdichtet ist und wir erheblich besser vorankommen. Und zwar so gut, dass wir in siebeneinhalb Stunden Fahrzeit (insgesamt zehn Stunden einschließlich der Pausen) 22,8 km zurücklegen.

Mit der Performance meines Trek Farley 9.8 bin ich absolut zufrieden. In Bedingungen wie diesen ist Gewicht ein extrem wichtiger Faktor. Um das Gewicht des Fahrrads so gering wie möglich zu halten, habe ich fast meine gesamte Ausrüstung in meinem Schlitten verstaut. Der Zugarm ist von einem Fahrradanhänger von Thule. Mit diesem Setup ist es unmöglich, dass der Schlitten das Hinterrad überholt.

Das Terrain ist mittlerweile hügeliger geworden, sodass wir manchmal Stunden auf langen, verschneiten Anstiegen verbringen. Und danach gehts natürlich wieder runter. Als ich heute kurz anhielt und mich umschaute, hatte ich das Gefühl, wir würden uns auf einer großen, runden Torte befinden. Wir standen in der Mitte dieses perfekten runden Kreises.

Tag 5: Das Glück ist uns weiterhin hold

9. Januar 2016, 07:17 Uhr CST
89.6523S, 74.597W
Sonnig bei -32° C

Wenn ich im Laufe der Jahre eines über die Antarktis gelernt habe, ist es Folgendes: Die einzige Konstante hier unten ist die Veränderung. Ich habe mittlerweile zwei komplette (knapp zweimonatige) Expeditionen zum Südpol und zwei Teilexpeditionen absolviert. Das ist meine fünfte Saison in der Antarktis, und ich kann mich nicht erinnern, jemals einen solch langen Zeitraum mit klarem Wetter erlebt zu haben. Wetter und Sichtverhältnisse sind in den letzten vier Tagen großartig gewesen, und ich befürchte, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis die Bedingungen in ein Whiteout oder schlimmer umschlagen.

Außerdem haben wir unserem Glück auch ein wenig nachgeholfen. Da unsere kurze Expedition kein Rennen oder Weltrekordversuch ist, machen wir von jeder sich bietenden Unterstützung Gebrauch, um unsere Erfolgschancen zu erhöhen. So nehmen wir unterwegs etwa neuen Proviant auf, um unsere Schlitten nicht zu überladen, oder, wie es im Moment der Fall ist, fahren auf einem Schneemobilpfad Richtung Südpol. Jeder, der etwas Zeit auf einem Fatbike verbracht hat, weiß, dass die Schneeverhältnisse einen großen Einfluss auf die Performance haben. Im Großen und Ganzen ist der Schnee in der Antarktis hart und komprimiert, aber wir sacken auch immer wieder in Abschnitten mit weichem, tiefen Schnee ein. Die Antriebsraupen der Schneemobile haben den Schnee soweit komprimiert, dass wir heute weitaus effizienter und sicherer vorankommen.

Das soll aber nicht heißen, dass das hier ein Spaziergang ist. Seit fünf Tagen sind wir jetzt hier draußen, und unsere Körper haben sich immer noch nicht vollständig akklimatisiert. Zum Glück ist die Navigation mittlerweile viel einfacher. Anstatt mithilfe des Kompasses eine auffällige Schneeverwehung am Horizont anzupeilen, können wir jetzt ganz einfach der sich nach Süden schlängelnden Spur der Schneemobile folgen. Sollte der Wind zunehmen, könnte der Trail komplett verwischt werden, aber wie mit fast all meinen Sorgen und Ängsten hier draußen, versuche ich, nicht allzu viel darüber nachzudenken.

Langsam schieben wir uns durch den Tag. Eine Stunde auf dem Fahrrad – mit gelegentlichen Schiebepassagen – dann eine siebenminütige Pause für Snacks und etwas zu Trinken. Dann eine weitere Stunde im Sattel. Und so geht das den ganzen Tag. Gegen Ende des Tages fahre ich nur noch, um endlich damit fertig zu sein. Das einzige, woran ich jetzt noch denke, ist das Zelt und mein Schlafsack. Ich bin müde.

Tag 6: Der Fix-it-Shop

10. Januar 2016, 10:27 Uhr CST
89.897S, 72.668W
Sonnig bei -32° C

Eines der Lieblingsbücher meines Sohnes ist eine Geschichte der Sesamstraße mit dem Titel „The Fix-it Shop“, in der Elmo und Bert die Spielzeuge der anderen Bewohner der Sesamstraße reparieren. Während einer Expedition wird das Zelt oftmals zu solch einem kleinen Fix-it Shop. Aufgrund der extremen Kälte und der intensiven UV-Einstrahlung ist es nur eine Frage der Zeit, bis etwas kaputtgeht.

Gestern waren es meine Stiefel. Ich trage ein Paar norwegische Skistiefel, dich mich im Laufe der Jahre schon auf mehreren Expeditionen begleitet haben. Sie sind leicht und warm, und die Sohle ist steif genug, um damit Fahrrad zu fahren. Letztes Jahr, während meines Polartrainingskurses, hatte sich der Absatz vom Stiefel gelöst und ich musste ihn wieder ankleben. Als ich die Stiefel mit auf diesen Trip brachte, hatte ich meine letztjährige Reparaturmaßnahme aber schon wieder komplett vergessen. Und so kam es, dass der Absatz gestern am Ende des Tages lose vom restlichen Stiefel hing. Ich hatte Angst, dass sich die ganze Sohle ablösen könnte, wenn ich nichts unternehmen würde.

Ich habe stets ein Reparaturset dabei, das je nach Expedition mehr oder weniger umfangreich ist. Auf dieser Tour habe ich ein paar fahrradspezifische Werkzeuge und einige andere Hilfsmittel im Gepäck. Da das Gummi für eine Nadel viel zu dick war, entschied ich mich für eine Alternativlösung und bohrte durch den kompletten Absatz und befestigte ihn mithilfe einer Schraube und einer Kontermutter. Und bis jetzt hat mich der „Frankenstein-Stiefel“ noch nicht im Stich gelassen.

Es war ein weiterer sonniger und kalter Tag auf dem Polarplateau. Die Landschaft verändert sich nur sehr wenig, ist aber immer noch traumhaft schön. Es fühlt sich an, als würden wir zwischen zwei perfekten Welten reisen – der weißen unter uns und der blauen über uns.

Yoshi zeigte sich sehr überrascht, als ich ihm die Amundsen-Scott-Südpolstation beschrieb. „Die hat was von einer kleinen Stadt“, sagte ich.

„Wirklich?“, fragte er ungläubig. „Ich dachte, da würde nur eine rot-weiß gestreifte Stange aus dem Boden ragen.“

Einige Stunden nachdem wir aufgebrochen waren, schaute ich Richtung Süden zum Horizont und konnte kleine schwarze Punkte und eine weiße Kuppel erkennen – zum Südpol waren es nur noch knapp 22 km.

Ich hielt an und erzählte Yoshi davon. Er weinte. Endlich war unser Ziel zum Greifen nah. Gestern noch musste ich ihn nach einem besonders bedrückenden Morgen zum Weitermachen überreden. Ich war stolz auf seine Leistung und gleichermaßen erleichtert, den Südpol in Sichtweite zu haben. „Eric“, sagte Yoshi, „ich kann nichts sehen ohne meine Brille.“

Zurückgelegte Strecke: 22 Kilometer

Tag 7: 90 Grad Süd!

11. Januar 2016, 07:14 Uhr CST
90.0000S, 49.491W
Sonnig bei -37° C

„Heute stehen wir auf der Unterseite der Erde“, verkündete ich Yoshi. Für einen kurzen Augenblick waren wir beide vom Gedanken daran überwältigt.

Unser anfänglicher Enthusiasmus verflachte allerdings recht schnell, als wir unsere Bikes schnappten und begannen, an unserem kältesten Tag in einen steifen Gegenwind zu pedalieren. Ich war müde und wollte es einfach nur noch zu Ende bringen. Es war ziemlich offensichtlich, dass auch Yoshi am Ende seiner Kräfte angelangt war.

Ich hatte ihn gebeten, auf der ersten Hälfte als Führungsfahrer vorauszufahren, und wie sich herausstellte, verlieh ihm die Führungsrolle einen ausreichend großen Energieschub, um unsere stündliche Kilometerleistung leicht zu steigern. Nach einer Stunde übernahm ich die Spitze, mit gesenktem Kopf, um mein Gesicht vor dem unerbittlichen Frost zu schützen. Die Amundsen-Scott-Südpolstation zeichnete sich nun immer deutlicher ab.

Dann endlich rollten wir im Camp ein. Rob Smith, der ALE-Vertreter am Südpol, begrüßte uns und führte uns mit einem warmen Lächeln in das beheizte Zelt. Der tatsächliche Südpol lag noch etwas mehr als einen halben Kilometer entfernt, aber wir waren müde und hungrig, und das beheizte Zelt war einfach zu verlockend.

Als wir mit einem Bier in der Hand im beheizten ALE-Basecamp saßen, schmolzen der Stress und die Belastung der letzten Woche von uns wie das Eis von unseren Sturmhauben und Jacken. Ich rückte ein Stück näher an den kleinen Ofen, um all seine Wärme aufzunehmen.

Eine Stunde später zogen wir mitsamt unserer Polarausrüstung die letzten wenigen hundert Meter zum Südpol. Diesen Ort zu erreichen, war all die Anstrengungen zweifelsohne wert. Und ich hatte das Gefühl, dass Yoshi genauso empfand. Wir hatten es geschafft!

Ich schoss ein paar Fotos von Yoshi vor dem Südpol. Als es ihm zu kalt wurde, machte er sich auf den Weg zurück zum Camp. Ich hingegen nutzte die Gelegenheit und schoss ein paar Selfies mit meinem Farley. Ich hatte die allererste Last Degree-Fatbike-Expedition zum Südpol geschafft. Es war ein unglaubliches Gefühl.

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